Halbjahresberichte

Tiere im Notstand

Bericht 1. Juni bis31. Dezember 2020

 

Das Vereinsjahr dauerte infolge einer Änderung an der Versammlung vom 13. Juni 2020 nur 7 Monate. Diese Monate aber waren arbeits-und kostenintensiv.

Seit der Eröffnung der Auffangstation ISOLA FELICE in der Provinz Carbonia im Süden von Sardinien beschränken wir uns auf dringend notwendige Kastrationen und die materielle und finanzielle Unterstützung für die ISOLA FELICE.

 

Während diesen 7 Monaten fanden 20 Hunde und 34 Katzen mit unserer Hilfe ein neues gutes Zuhause. Praktisch alle Tiere mussten vor der Vermittlung ärztlich und medikamentös behandelt werden. Teilweise befanden sie sich bei der Auffindung in einem bedenklichen Zustand. Alle, ohne Ausnahme wurden auf Mittelmeerkrankheiten getestet, gründlich entwurmt, 2x geimpft und wenn nötig kastriert.

 

Einige Notfälle strapazieren unsere Finanzen. So zum Beispiel Dante, der während gut einem Jahr gegen Herzwürmer und akut gegen Ehrlichiose behandelt werden muss, oder solche die an Leishmaniose erkrankt sind, so ein Hund ist unter anderen z.B. Enrico. Auf Dante wartet, sobald es gesundheitlich möglich ist, eine OP seines behinderten Beines.

 

Scooby, unser Sorgenkind, der nach etlichen neurologischen Untersuchungen und Abklärungen an einer vererbten neurologischen, nicht behandelbaren Krankheit leidet, hat trotzdem einen wunderbaren definitiven Platz gefunden. Unsere Erleichterung ist gross. Herzlichen Dank der Adoptantin, aber auch den Spendern, welche diese teuren Abklärungen ermöglicht haben.

 

Die Geschichte von Franky hat uns alle sehr bewegt. Franky durfte wegen einer verkürzten Rute nicht in der Schweiz vermittelt werden (in der Schweiz nicht erlaubt). Deshalb suchten wir für Franky in Deutschland, Nähe der Schweizergrenze ein Daheim. Er wurde, wie alle Tiere, die in die Schweiz oder ins nahe Ausland vermittelt werden, zweimal ohne Voranmeldung besucht. Alles schien in bester Ordnung, ein fröhlicher aufgestellter Hund empfing uns. Anfangs Oktober erhielten wir die Meldung, dass Franky erkrankt sei und wir ihn abholen sollten. Unsere Leute begegneten nicht nur einem geschwächten, sondern einem, an den Hinterläufen gelähmten Hund. Leider wissen wir bis heute nicht was Franky zugestossen ist, die Besitzerin hat mit psychischen Problemen zu kämpfen und gibt keine Auskunft.

 

Zum Glück fand Franky bei lieben Leuten ein Daheim. Er muss während langer Zeittherapiert werden und wir hoffen, dass er dereinst wieder auf seinen vier Beinen stehen kann. Vielen Dank an Nadja und Peter für die aufopfernde Pflege.

Ein grosser Dank auch an Susanne und Jörg, sie haben die enormen Kosten für die langwierige Therapie übernommen, auch finanzierten sie einen Roller für Franky, damit rennt er fröhlich über Stock und Stein. Franky ist glücklicherweise ein fröhlicher, aufgestellter Hund geblieben. Er ist ungefähr 5 Jahre alt.

 

So gäbe es viele Geschichten zu erzählen, Leute,die uns auf Facebook unter ISOLA FELICE oder auf Instagram unter Tiere im Notstand folgen, kennen die Geschichten zum grossen Teil.

 

Vom 4-14. September verbrachten wir einige Arbeitstage auf der ISOLA FELICE mit freiwilligen Helfern. Vieles konnte erreicht werden, die ISOLA wird immer vollständiger. Herzlichen Dank an alle Helfer für die wertvolle Arbeit. Aber auch Sabine und Röbi sei Dank, die ihr Haus für all die Helfer zur Verfügung stellten.

 

Am 8. Oktober organisierten wir ein Fest für die Besitzer der Hunde, welche durch unsere Organisation vermittelt wurden. Es war herrlich zu sehen wie sich die Hunde entwickelt haben, diese Zusammenkunft war, trotz der Einschränkungen von Corona, ein grosser Erfolg.

 

Ein Highlight dieser Monate war die Erhaltung der Traces, die grossen Bemühungen haben sich gelohnt. Es erleichtert unsere Arbeit sehr. Danke allen Beteiligten für die Mithilfe.

 

Eines ist sicher, ohne unsere tatkräftige und finanzielle Hilfe wäre es trotz grosser Bemühungen den Tierschützern in Südsardinien nicht möglich, die Katzenkolonien mit ungefähr 200 Katzen täglich zu versorgen. Besonders stolz sind wir, dass mit unserer Mithilfe die Strassenkatzenpopulation dank unseren Kastrationsprogrammen drastisch reduziert und somit weiteres Leid verhindert werden konnte.

 

Auch die Betreibung und Erhaltung der Auffangstation ist nur mit unserer Hilfe möglich. Wir arbeiten im ärmsten Teil Sardiniens, weg von den berühmten Stränden im Norden, in der Provinz Carbonia. Wenn es den Menschen nicht allzu gut geht, geht es den Tieren umso schlechter. Deshalb ist unsere Hilfe dringend nötig.

 

Allen unseren Mitarbeitern und freiwilligen Helfern, besonders aber auch unseren Pflege-stellen, die Tiere bis zu ihrer definitiven Vermittlung liebevoll betreuen und all unseren Spen-dern, welche den Betrieb überhaupt ermöglichen, sei herzlichst gedankt. Wir zählen auch im nächsten Jahr wieder auf Sie.

 

Nach dem Motto unseres Leitspruches

 

GEMEINSAM SIND WIR STARK