Tierschutz liegt uns am Herzen. Sehr sogar. Wir möchten Euch einmal davon erzählen, was es heisst, Tierschutz in einem Land zu betreiben, in dem Tiere nur den wenigsten Menschen etwas bedeuten. Und wenn, dann nur für die Arbeit. Arbeitet das Tier nicht mehr richtig, ist es nichts mehr wert und wird bestenfalls sich selbst überlassen. Wie viele ausgediente Hütehunde verhungern jedes Jahr auf Sardinien? Wir wissen es nicht… Natürlich wird kein Tier hier kastriert. Das kostet Geld, davon haben die Menschen hier unten nicht viel. Und Kastrationen sind wieder der Natur.

Beinahe täglich erreichen uns über unsere Webseite und über Facebook Hilferufe von verzweifelten Touristen, die an ihrem hübschen Feriendomizil auf ein verwahrlostes, halb verhungertes, leise bettelndes Tier aufmerksam werden. Nicht selten haben diese Tiere auch Junge, die sie kaum versorgen können. Oft sind diese Tiere zusätzlich schwer krank oder verletzt, ziehen gebrochene Gliedmassen hinter sich her…

Wir sind nur ein kleiner Verein. Sehr klein. Haben kaum Hilfe hier unten. Unsere „Station“ besteht aus einer dürftig umgebauten Garage, zwei Zimmern und einem kleinen Innenhof der privaten Wohnung unserer guten Seele Betty.

Wir haben kein Tierheim, werden nicht staatlich subventioniert, erhalten keine Rabatte beim Tierarzt, in der Tierklinik oder im Supermarkt bei Futterkäufen. Den Grossteil aller Kosten für Kastrationen, Operationen, medizinische Versorgung, Impfungen, Entwurmungen, Flohmittel, Futter, Einstreu und unendliche Stunden unbezahlter, harter Arbeit tragen unsere wenigen unermüdlich aktiven Mitglieder selber. Einige wenige Spender schicken uns regelmässig kleine Beträge. Meist für Tiere, deren Patenschaft sie übernehmen, um einen Teil der Grundversorgung der zu sichern.

Oft haben wir nicht genug Futter, um die rund 300 Katzen aus unseren verschiedenen, betreuten Kolonien zu versorgen, das Geld reicht nie, um die Neuzugänge regelmässig zu kastrieren, der Platz reicht nie, um alle Tieren, die Versorgung benötigen, aufnehmen zu können.

Man sagt, gerettete Tiere rettet keiner mehr… Sind sie erst einmal in Sicherheit, die schlimmsten Verletzungen ausgeheilt, interessiert sich keiner mehr für sie. Wen schert, dass sie weiterhin essen müssen, Liebe und Aufmerksamkeit benötigen und Arbeit verursachen?

Vieles nehmen wir für den Tierschutz in Kauf. Schlaflose Nächte, furchtbare Bilder, die uns nie wieder los lassen, Schulden. Regelmässig bitten wir um Hilfe. Fast immer verhallen unsere Hilferufe vollkommen ergebnislos. Wir sind gut versorgt, haben einen vergleichsweise überdurchschnittlichen Lebensstandard. Warum hilft kaum jemand? Sicher tun manchem 10.- oder 20.- Fr. weniger auf dem Konto monatlich nicht weh.

Helft, rufen alle. Aber ohne Eure Hilfe, können wir das nicht!

Hier könnt ihr uns finden:

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